Machbarkeitsstudie eines Fussgängerübergangs
Am Züricher Hauptbahnhof, dem grössten Bahnhof der Schweiz, musste ein wichtiger Fussgängerübergang aufgrund von Bauarbeiten für eine neue Bahnlinie verlegt werden. ASE (Analysis Simulations Engineering) GmbH, ein Schweizer Simulations- und Ingenieurunternehmen, führte eine Machbarkeitsstudie der geplanten Fussgängerumleitung durch.
Insbesondere musste die Verkehrssignalisation der Umleitung angepasst werden, um eine optimale Koordination des Automobil- und Fussgängerverkehrs sicher zu stellen.

Die folgenden Fragestellungen mussten im Rahmen der Untersuchung beantwortet werden:
- Wie stark wird die Fussgängerdichte entlang der neuen Umleitung zunehmen?
- Wie stark werden sich die Gehzeiten der Fussgänger durch die Umleitung verändern?
- Welcher Einfluss auf die Gehzeit, die Fussgängerdichte und den motorisierten Verkehr kann aufgrund der Signalfrequenz der Anlagen erwartet werden?
Aufgrund verschiedener Frequenzmesssungen wurden von ASE die wichtigsten Kennzahlen der Personenströme ermittelt. In einem weiteren Schritt wurde ein Model entwickelt, dass die Ist-Situation abbildet, und aufgrund der Messdaten wurden die Modellparameter kalibriert und auf Stimmigkeit analysiert.

Als nächstes wurde ein Simulationsmodell der geplanten Situation erstellt und die Simulationsresultate für die Machbarkeitsstudie analysiert. Es konnte gezeigt werden, dass die Umleitung der Personenströme bei gleichbleibender Signalfrequenz kein Problem darstellte. Die Gehzeiten der Personen wurden nur geringfügig beeinträchtigt.
Wenn jedoch die Signalfrequenzen aufgrund der kürzeren Distanz zum nahegelegenen "Landesmuseum"-Fussgängerübergang angepasst werden müssen (40s rotes Licht - 12s grünes Licht), dann ist die geplante Fussgängerumleitung nicht realisierbar aufgrund der grossen Fussgängerstaus am Übergang.